Gelingende Unternehmenskultur oder der Boden für die Extrameile Ihrer Mitarbeitenden

Der Brennglas-Effekt der Pandemie, Einschränkungen, die wir täglich erleben, physische Abstandsgebote und mentale Belastungen – die wechselnden Veränderungen bedeuten auch kontinuierliche Anpassungen im Unternehmenskontext. Unternehmer und Führungskräfte sind unerbittlich aufgefordert sich jeden Tag aufs Neue unternehmerisch dem Wandel zu stellen. Das könnte manches Mal, wenn über Transformation gesprochen wird, so leicht anmuten. Oft wird dabei aus dem Blick verloren, dass es sich bei jedem Prozess des Wandels, um einen Weg, ja sogar eine Reise, handelt, die Stück für Stück beschritten, gestaltet, erfahren werden muss.

Aktuell stellen wir öfter als uns lieb ist fest, dass die mentale Belastbarkeit, die Leistungsfreude, die Schaffens- und Innovationskraft von uns selbst und unseren Mitarbeitenden rückläufig ist. Die ungewohnten und auch vielfach doppelt belastenden Situationen zum Beispiel mit Homeoffice und Homeschooling tragen einen großen Teil dazu bei, dass Stresssymptome und Symptome permanente Überarbeitung zunehmen, obwohl Unternehmen das bestmögliche tun, um Rahmengeber in der Neugestaltung zu sein.

Wandel braucht Boden

Wir erkennen, dass uns die Kommunikation zu unseren Teams nicht so gelingt, wie es das Miteinander im Arbeitsalltag von uns bräuchte. Oder wir bekommen vor Augen geführt, dass wir gerne so charismatisch motivierend führen möchten wie Steve Ballmer oder Steve Jobs, die in Seminaren für Mitarbeitermotivation permanent als Beispiele fallen.

Doch die Vertrauens- und Beziehungsebene, die diesem Wandel Boden geben könnte, fehlt. Kurzgesagt: Die Identity unseres Unternehmens, unserer Organisation, unserer Teams fehlt. Aber nur diese kann der Transformation hin zu gelingender Unternehmenskultur den Boden geben. Sie macht unseren Mitarbeitenden den Weg frei, sich mit Freude engagiert, gestaltend, innovativ einzubringen, sprich die berühmte Extrameile zu gehen. Wie kann die Lösung für die Zukunft aussehen und welcher Wandel muss sich in der Unternehmenskultur zeigen, um Leistungskraft, Zufriedenheit, Freude und Produktivität sowie verbesserte physischer wie psychischer Gesundheit aller Mitarbeitenden sicher zu stellen?

Stichwort Identifikation

Hunderte Studien, zusammengefasst in Meta-Analysen, bestätigen, dass eine gelingende Vermittlung des Wir-Gefühls ungeheure Energien und Produktivität freilegt. Das beginnt bei der Rahmengebung durch die Werte des Unternehmens, geht über die Spürbarkeit in allen Ebenen der Organisation bis hin zu Führungsebenen, denen es gelingt, mit ihren Teams das Gefühl zu entwickeln, Teil eines großen Ganzen zu sein. Durch die Kongruenz des „Warum“ der Organisation und dem, wie es nach Außen transportiert wird, werden Mitarbeitende Teil eines großen Ganzen: Jeder ist Teil einer Gemeinschaft mit gleichen Ansichten, gemeinsamen Vorstellungen und Normen. Insbesondere Führungskräfte sind in diesem Kontext besonders gefordert, denn sie verkörpern das, was das Unternehmen, die jeweiligen Teams auszeichnet und wofür sie stehen. Sie entwickeln so mit und in ihren Teams eine Identität, die von allen Mitarbeitenden geteilt werden kann.

Leitfragen für mehr „Wir“

Durch Leitfragen wie: „Welchen Sinn hat unser Unternehmen, unsere Organisation, unser Team?“ „Zu welchem übergeordneten Ziel tragen wir bei?“ „Wofür stehen wir?“ „Was zeichnet uns aus?“ „Was unterscheidet uns von anderen am Markt?“ bereiten wir den Boden für einen transparenten Check-up. Können Mitarbeitende im Unternehmen diese Fragen überhaupt beantworten und fallen die Antworten auch noch deckungsgleich aus, beziehungsweise wird Raum gegeben diese konstruktiv zu diskutieren, dann wird fulminante Energie freigelegt. Je größer die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen ist, umso eher sind sie bereit, die Extrameile zu gehen.

Fazit

Die Identifikation der Mitarbeitenden, das Wir-Gefühl, ausgerichtet an dem Sinn des Unternehmens oder der Organisationen, die vertraute Überzeugung, Teil eines großen Ganzen zu sein und dazu beizutragen, trägt nachweislich zu mehr Engagement und Produktivität bei. Zudem werden gleichzeitig Stress und Überforderung reduziert und das führt schlussendlich zu mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden. In Unternehmen basierend auf Sinn und Vertrauen, mit einer starken, von allen geteilten Identität, unterstützt man sich hierarchieübergreifend gegenseitig und entwickelt dadurch ein Gefühl von „gemeinsam schaffen wir das“. Warum also geben wir unseren Unternehmen und Organisationen und den Menschen, die jeden Tag ihr Bestes für ein gemeinsames Ganzes geben wollen, nicht die Möglichkeit zum Wesentlichsten im Wandel zu werden – machen wir uns gemeinsam auf den Weg, Schritt für Schritt in Richtung Zukunft mit und für gesunde, innovative, kreative, leistungsstarke und resiliente Mitarbeitende.