Jetzt die Unternehmen der Zukunft starten

Kerstin Heinrich stellt die Frage, ob Unternehmen startklar für das 21. Jahrhundert sind und erläutert wie Mitarbeitende dafür empowert werden

Der Sturm, der mit Ausbruch von Corona Einzug in die Unternehmenswelt gehalten hat, halte alle weiterhin in Atem. „Ein Zustand, an den wir uns erst einmal alle gewöhnen mussten und immer noch müssen. Eine Situation, in der die Gegenwart ungreifbar erscheint, geschweige denn es möglich ist, über Zukunft nachzudenken“, erzählt Kerstin Heinrich.

Die Corona-Krise sei wie ein Brennglas, das dazu auffordert, genau hinzuschauen, Missstände, Prozesse, notwendige Innovationen zu benennen, neu zu denken und umzusetzen. „Begreifen wir diese anhaltende Krise einmal als Aufforderung zum Wandel, hat sie vielleicht durchaus etwas Gutes. Wir können uns das Mindset zum Ärmel hochkrempeln, um Zukunft bewusst zu steuern und gestalten zu eigen machen“ führt die Sparringspartnerin für Executives, Führungskräfte und Unternehmer aus. Nutze man die Energie der Krise, um jetzt die Zukunft zu gestalten, dann sei es Unternehmen möglich, ihren größten Schatz zu heben: den Menschen. Hierzu stellt Kerstin Heinrich die Frage: „Was brauchen Menschen, die Innovationen fundiert aus der Substanz der Unternehmenswerte heraus vorantreiben, um diesen Wandel aktiv mitzugestalten und mit Durchhaltevermögen auf ein übergeordnetes Unternehmensziel hinzuwirken?“

Den Grundstein dafür lege der Purpose eines Unternehmens. Es gehe hierbei um die Identifikation mit einem übergeordneten Ziel, für das das Unternehmen steht. Unternehmen bestehen heutzutage nicht rein zum Selbstzweck, sondern es gehe auch immer darum, in welchem gesamtgesellschaftlichen Kontext das Unternehmen einen Mehrwert schafft. „Für Mitarbeiter heißt das, sie spüren, dass sie einen sinnhaften Beitrag leisten können. Sinnhaft insofern, als dass sie auf das gesamte Unternehmensziel, mit dem sie sich identifiziert haben, einzahlen“, führt Heinrich aus. Um das individuelle Potenzial und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden auszuschöpfen, brauche es Raum zur Selbstverwirklichung. Kerstin Heinrich appelliert an Unternehmen, den Mitarbeitenden genau diesen Raum zu geben und sie so zu empowern. Darüber hinaus rät sie abschließend Führungskräften, ihre Teams und Mitarbeitende als Sparringspartner zu begleiten: „Wenn Sie geduldig die Leitplanken setzen und intensive Unterstützung bieten – dann entsteht an dieser Stelle Sicherheit und ein Fundament für den Mut, selbständig Entscheidungen zu treffen.“