Wie führe ich smart in der Krise?

Blicken Sie einmal auf die letzten Wochen zurück. Geht es Ihnen auch so, dass sie denken: „Wow, wie habe ich, mein Team, wir alle das schaffen können?“ Und schauen sie auch mit einem Magengrummeln in die Zukunft und hoffen, dass sich wieder Stabilität einstellt? Doch kennen wir Krisen, wie sie in den letzten Wochen und mit dem Corona-Virus ausgebrochen sind, nicht alle in unserem Leben, zumindest im Kleinen? Und was hat es neben schwächelnden Wirtschaftskennziffern, Arbeitsplatzverlusten und handfesten existentiellen Bedrohungen wirklich heraufbeschworen?
Nach meinem Empfinden haben wir die Klarheit gewonnen, das höchste Gut, das wir haben, nicht kontrollieren zu können, es nicht in der Hand zu haben: unsere Gesundheit, die Gesundheit unserer Liebsten, die Gesundheit der Menschen mit denen wir arbeiten, die Gesundheit einer ganzen Gesellschaft und somit auch einer ganzen Weltbevölkerung. Es ist dieses Gefühl über etwas regelrecht die Kontrolle verloren zu haben. Angst ist jedoch jetzt – und in generell allen Krisen – ein schlechter Ratgeber. Was also macht smarte Führung in diesen Zeiten aus?

Ich möchte in diesem Blog einige Impulse mit Ihnen teilen und Sie damit ein Stück im Möglichkeitsdenken, im perspektivischen Denken anregen, mit dem Fokus auf Lösungen: zu jedem Zeitpunkt und zu jeder Krisenzeit!

Transparenz in der Kommunikation

Mit Anfang 20 habe ich durch einen Arztfehler fast eines meiner Kinder verloren und war somit selbst in der Situation, eine tiefe Krise zu durchleben. Und vieles der heutigen Situation und dem, was ich bei vielen Menschen, mit denen ich arbeiten darf, erlebe, gleicht dem was ich damals selbst empfunden habe: Machtlosigkeit und völliger Kontrollverlust.

Die Besinnung auf das ganz Wesentliche, entpuppt sich in diesen Zeiten als besonders hilfreich. Und gerade im Kontext von Gesundheit wird uns deutlich, was wirklich wesentlich ist. Transparente Kommunikation ist beispielsweise ein essentieller Impuls, der durch so eine Krise sehr gut führen kann. Klarheit schaffen, Unangenehmes genauso ansprechen, wie das, was positiv verläuft und klare Perspektiven schaffen. Die Transparenz in der Kommunikation bringt den zweiten Punkt mit sich.

Vertrauen schaffen

Wenn Ihre Mitarbeiter Sie als führende Persönlichkeit transparent erleben, dann schafft das Vertrauen. Dies ist ein wesentlicher Indikator, in Zeiten von Krisen, in denen innerbetrieblich wie gesamtgesellschaftlich eine angstgetriebene Kultur vorherrscht. Vertrauen in Sie als führende Persönlichkeit ist das, was aus transparenter Kommunikation heraus entsteht und dieses Vertrauen gibt ein Stück Sicherheit in unsicheren Zeiten.

Mensch sein

Der dritte Punkt ist die authentische Führung, das ‚sich greifbar machen‘, Gefühle kommunizieren und zulassen und damit ‚fassbar sein‘ für die Menschen in Ihrer Umgebung. Authentizität ist in diesen Zeiten mehr denn je gefragt und niemand verlangt von einer führenden Persönlichkeit, dass sie jederzeit alles im Griff hat, souverän und ohne Fehler durch diese Krisenform leitet.

Transparente Kommunikation, authentisches, greifbares und gefühlsorientiertes Auftreten sowie die passende Kommunikation dazu, schaffen tiefes Vertrauen und nur so kann smarte Führung aus der Krise heraus für Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen gelingend gestaltet werden.